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Hilfsmittel und Heilbehelfe – was brauchst Du?

Hilfsmittel Heilbehelfe Rollator Frau mit Kind

Heilbehelfe vs. Hilfsmittel - was ist was?

Hilfsmittel und Heilbehelfe sind Anschaffungen, die mit gesundheitlichen Veränderungen in Verbindung stehen. Um Heilbehelfe und Hilfsmittel besorgen zu können, benötigst Du eine ärztliche Verordnung, diese ist 30 Tage gültig.

  • Heilbehelfe unterstützen den Heilungsprozess bzw. die Aufrechterhaltung eines gewünschten Gesundheitszustandes und dienen somit der Heilung, Linderung oder Prävention. Wenn Heilbehelfe eingesetzt werden, besteht noch die Möglichkeit einer Veränderung des Gesundheitszustandes. Das bedeutet auch, dass beeinträchtigte Fähigkeiten zurückgewonnen werden können.
    Beispiele sind Bandagen, Schuheinlagen, Gummistrümpfe usw.
  • Hilfsmittel kommen zum Einsatz, wenn der Heilungsprozess bzw. Veränderungsprozess an sich bereits abgeschlossen ist, die Beeinträchtigung gewissermaßen stabil ist. Hilfsmittel dienen quasi als Erweiterung/Ergänzung des Körpers der möglichst eigenständigen Lebensführung einer Person.
    Beispiele sind Rollstühle, Krücken, Prothesen usw.

Wer kommt für die Kosten der Heilbehelfe und Hilfsmittel auf?

In der Regel übernimmt die Krankenversicherung einen Teil der Kosten. Ein Kostenanteil, der selbst zu finanzieren ist, bleibt als Selbstbehalt über. Diesen Selbstbehalt kannst Du jedoch in der jährlichen Einkommenssteuererklärung steuerlich absetzen lassen und bekommst einen Teil der Kosten zurückerstattet. Lies dazu den Beitrag “Steuerliche Absetzbarkeit von Krankheitskosten” in unserem Themenblock “Unterstützungen für pflegende Angehörige”.

Werden die Heilbehelfe oder Hilfsmittel für den Aufenthalt in einer Rehabilitationsklinik benötigt, ist die betroffene  Person von den Kosten befreit. Mehr Informationen findest Du auch unter https://www.gesundheit.gv.at/gesundheitsleistungen/antraege/heilbehelfe-hilfsmittel.

Manche Gegenstände liegen bei Deiner Versicherungsanstalt vor und können verborgt werden. Erkundige Dich dazu bereits, wenn Du den Verordnungsschein vom therapeutischen Gesundheitspersonal bekommst oder frage bei Deiner Gesundheits- und Krankenkasse nach. Zu den Produkten, die oft von der Krankenversicherung zur Verfügung gestellt werden, gehören z. B. Krankenbetten, Krankenlifte, Gehhilfen, Zimmertoiletten und Geräte zur Überwachung der Atmung. Sie können eindeutig häufiger und von verschiedenen Personen verwendet werden, da sie mit qualitätsgesicherten Verfahren gereinigt und desinfiziert werden können.

Es gibt Heilbehelfe und Hilfsmittel, die für die Kostenübernahme einer Bewilligung der Krankenversicherung bedürfen. Der Verkäufer übernimmt üblicherweise die Einreichung der Vorordnung bei der Krankenkasse für Dich. Sie informieren Dich auch, ob das Produkt bewilligungspflichtig ist.

Für Hilfsmittel und Heilbehelfe, wo es noch kein geregeltes Abrechnungsschema gibt, muss nach deiner Anfrage bei der Verkaufsstelle von dieser ein Kostenvoranschlag an die Krankenversicherung eingereicht werden. Wenn für das Produkt ein Kostenvoranschlag notwendig ist, gibt es einen Maximalbetrag, der von der Versicherung übernommen wird. Um die Genehmigung durch die Krankenkasse kümmern sich auch hier in der Regel die Anbieter des Produktes, sie leiten die benötigten Unterlagen weiter und melden sich bei Dir, sobald der finale Preis abgestimmt wurde. Besonders Wünsche sind meistens selbst zu bezahlen.

Rollstuhl Kind und alter Mann

Wie besorgst Du als pflegende Angehörige den konkreten Gegenstand?

Zwischen den Krankenversicherungen und den Anbietern von Heilbehelfen und Hilfsmitteln bestehen Verträge. Zusätzlich zum Verordnungsschein bekommst Du eine Liste der vertraglichen Anbieter, bei denen die Versicherungen einen Kostenanteil der Hilfsmittel und Heilbehelfe übernehmen.

Mit der Verordnung, die Du von dem/der Arzt/Ärztin bekommen hast, gehst Du zu einem Vertragslieferanten, wo Du diese innerhalb von 30 Tagen nach Ausstellung der Verordnung einlösen kannst.

Solltest Du die Heilbehelfe oder Hilfsmittel bei einer Firma beziehen wollen, die nicht Vertragspartner sind, so musst Du die Kosten zunächst selbst übernehmen und kannst danach um Kostenersatz bei Deiner Krankenkasse ansuchen.

Welche Produkte einer Bewilligung oder einem Kostenvoranschlag bedürfen, ist sowohl von der Krankenversicherungsanstalt abhängig, als auch von dem Standort des Anbieters, bei dem Du die Hilfsmittel bzw. die Heilbehelfe abholst. Für ein einziges Hilfsmittel gibt es verschiedene Berechnungswege, die von den genannten Faktoren abhängen.

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