Adventkalender

Tür 10 – Akzeptiere Deine Gefühle

Akzeptiere Deine Gefühle und Du kannst Dein Verhalten verändern

Kannst Du Dich noch an das Beispiel von Türchen 8 erinnern? Dein Mann / Deine Frau hat nicht auf Deine Frage reagiert. Du warst wütend, da Deine Bewertung ergeben hat, dass Du nicht wichtig genug bist.

Was wäre passiert, wenn Du stattdessen folgende Interpretation verwendet hättest: “Ach, der/die Ärmste hat gerade soviel um die Ohren, so viel Stress!” Dann würdest Du vielleicht eher Mitleid empfinden statt Wut. Du würdest vielleicht nett und freundlich statt konfrontativ mit der Person umgehen und vielleicht sogar Hilfe anbieten. Oder?

Es ist also unsere Bewertung, die unsere Gefühle und damit unser Verhalten bestimmt.

Und diese Bewertung hängt von unserer Geschichte hab, von vergangenen Erlebnissen, alten Glaubenssätzen, gewohnten Routinen und von dem, was uns unser Umfeld, unsere Familie unsere Freunde so vorgelebt haben.

Wenn wir lernen, diese alten Bewertungen zu akzeptieren, dann können wir eine neue Perspektive einnehmen und aus Distanz zu unserer Geschichte neue Bewertungen dazulernen. Diese alten Muster haben oft einen Sinn ergeben, der vielleicht in der aktuellen Situation nicht mehr hilfreich ist. 

Die heutige Übung soll helfen, mit belastenden Emotionen umzugehen, ohne diese Gefühlen durch Vermeidung oder Unterdrückung auszuweichen. Es geht darum, die Emotion zu benennen, ohne diese zu bewerten. Wir wollen lernen, unsere Gefühle zu akzeptieren.

Übung - Notizbuch mit Herz

Akzeptanz Deiner Gefühle

Denke an eine Situation, in der Du ein negatives Gefühl bemerkt hast.

Diese Situation kann zum Üben und Kennenlernen klein und fast banal sein, zum Beispiel “Heute morgen hat mich mein Nachbar nicht gegrüßt.”

1. Benenne die Emotion, die Du in dieser Situation wahrgenommen hast, ohne diese zu bewerten:

In dieser Situation fühle ich mich...

2. Benenne den Grund für die Emotion.

In dieser Situation fühle ich mich ... weil...

3. Akzeptiere die Emotion.

Statt OKAY kannst Du auch in Ordnung / legitim / notwendig / steht mir zu etc. einsetzen.

In dieser Situation fühle ich mich ... weil ... und das ist okay.

4. Wiederhole diesen Satz der Akzeptanz und atme dabei tief durch die Nase in den Bauch ein und langsam wieder durch die Nase aus. 

Atmen - durch die Nase ein - durch die Nase aus

5. Spüre nach, wie sich dieses Gefühl jetzt anfühlt. Ist es gleich geblieben? Hat es sich verändert?

Mit dieser kleinen Übung kannst Du immer wieder versuchen, Deine Gefühle zu beobachten und die Bedürfnisse dahinter erkennen.

Diese Bedürfnisse und die darauf folgenden Reaktionen waren normalerweise lange Zeit in einer Form hilfreich für Dich.

Denke mal darüber nach: In welcher Situation in der Vergangenheit könnten Deine Gefühle und Bedürfnisse gut gewesen sein?

Auch “Dazugehören” ist wichtig! Wenn wir früher (also vor vielen vielen Jahren, in der Steinzeit etc.) durch “falsches”, unangepasstes Verhalten unsere Familie, unseren Stamm beleidigt haben, war die Gefahr groß, dass wir aus der Gruppe ausgeschlossen wurden. Das hat damals oft den Tod bedeutet. Ein Überleben alleine in der Wildnis war fast unmöglich. Somit war es hilfreich, das Verhalten, die “Glaubenssätze” unserer Mitmenschen zu kopieren, um gut zur Gruppe zu passen. Heute ist das vielleicht nicht mehr so stark notwendig. Deshalb darfst Du jetzt darüber nachdenken, wo Du etwas ändern möchtest.

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Zurück zum Adventkalender mit allen Türchen für Dein Wohlbefinden!

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