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Tür 18 – Bilde ich mir das Problem nur ein?

Gespräche sind Brücken, die Menschen verbinden. Volker Harmgardt - Elch Figur Adventkalender 18

Reise gedanklich an einen Ort, an dem Du Dich an dem Ausblick, den Du dort genießen durftest, erfreut hast.

Deine Gedanken können bei einem weiten Stadt-Panorama an einem Sommertag oder bei einem Lichtermeer an einem Fenster bei Nacht sein. Es kann sich Dir auch der Blick auf Felder und Wiesen bei einem Spaziergang in der weiten Natur oder Deinem Wohnort auftun. Wichtig ist, dass Du den Ausblick genießt

Bist Du schon angekommen? Wenn nicht, schließe für einen Moment Deine Augen, um diesen Ort zu finden. Wenn ja, kannst Du weiterlesen… 

Das Gefühl von Freiheit, Leichtigkeit, Entdeckungslust oder Genuss könnte an diesem Ort in Dir gewohnt haben. Ganz spontan hat es sich in Dir eingenistet und den Augenblick bereichert. 

Dass ein solches Gefühl auch entstehen kann, wenn man Konflikte anspricht, scheint auf den ersten Blick vielleicht unrealistisch, irgendwie unnahbar oder?

Doch der Weg mag sogar viel kürzer sein, als zu dem Ort, an dem Du Dich gerade so wohl gefühlt hast.

Es braucht oft nur ein, zwei kleine Schritte zu einem ehrlichen Gespräch.

Zwei Fußspuren im Sand am Meer - Schritte

Befürchtungen hindern uns an der Lösung

Manche Probleme tragen wir für längere Zeit mit uns herum. Grübeln und Sorgen hindern uns daran, den entscheidenden Schritt zu einer ersten respektvollen Konversation zu gehen. Ein Gespräch, das von Respekt Dir selbst gegenüber und auch der anderen Person geprägt ist. 

Statt aus dem ewigen Gedanken-Karussell auszusteigen, verlaufen wir uns schnell in einem Wald aus Befürchtungen und kommen so nie zu einer Lichtung, wo die Lösung des inneren oder äußeren Konfliktes liegen könnte.

In dem eigenen Gedankenstrudel verheddert, kommen wir selten auf den Gedanken, dass der für uns richtige Schritt auch von Außenstehenden positiv wahrgenommen werden könnte. Wir bleiben lieber im alten Hamsterrad, lieber nichts sagen. 

Karussel Nacht Licht Futuristisch
Übung - Notizbuch mit Herz

Seien wir mal ehrlich...

Doch seien wir ehrlich: wir können nicht in andere hineinsehen, sondern lediglich durch die eigene Brille blicken und das Ganze aus der eigenen (auf den Irrweg der Befürchtungen gerichteten) Perspektive betrachten. Die ganzen Befürchtungen, die gedanklich in uns folgen, sind oft rein von uns erdacht!

Überlege Dir, welche Situationen Du schon mal erlebt hast.

  • Wir begreifen oft gar nicht, wie weit das Spektrum an Reaktionen sein kann. Selbstlos wie wir sind, erkennen wir gar nicht, dass die meisten Außenstehenden eine Veränderung für uns gut finden würden, sie also gar nichts dagegen hätten. Wir denken, dass wir unbedingt weitermachen müssen wie bisher.
  • Wir unterschätzen auch, wie verständnisvoll andere für unsere Situation sind. Wir müssten nur einmal danach fragen und unsere Gefühle und Bedürfnisse äußern. 
  • Wir sind für unseren eigenen Weg zuständig. Wenn wir der Meinung sind, dass eine Pause oder ein schönerer Umweg eingelegt gehört und gut tun würde, dann sollten wir das auch so tun. Oft lassen wir uns von anderen sagen, dass wir bitte schnell an einem Ziel ankommen sollen, das vielleicht gar nicht unser eigenes Ziel darstellt. Oder wir glauben zumindest, dass sie uns das sagen wollen. Vorauseilender Gehorsam, schlechtes Gewissen, Vermutungen. Wir wollen dazu gehören, nicht auffallen.

Kommt Dir irgendetwas davon bekannt vor?

Es ist fast unmöglich, unsere oft rein spekulativen Annahmen über die Reaktionen anderer im Vorfeld festzustellen!

Deshalb legen wir Dir ans Herz, Deine spekulativen Annahmen zu prüfen, indem Du mit der anderen Person das Gespräch suchst

Was Dich im besten Fall erwartet, ist ein Gefühl von Leichtigkeit oder Freiheit – wie an Deinem Ort mit der schönen Aussicht.

Im anderen Fall ist es lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!

Loszulassen ermöglicht einem Freiraum. Und Freiheit ist die einzige Bedingung für Glück. Wenn wir in unserem Herzen stets an etwas festhalten – Ärger, Angst oder Verkopftheit – können wir nicht frei davon sein. – Buddhistische Weisheit

Möwe fliegt im Sonnenuntergang - Wer fliegen will, muss loslassen, was ihn runterzieht.

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Zurück zum Adventkalender mit allen Türchen für Dein Wohlbefinden!

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