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Tür 19 – Im Augenblick sein – Achtsamkeit

Jeder Augenblick ist ein Geschenk - 4 Kerzen brennen

Wie achtsam bist Du? Deinem Umfeld oder Deinen Mitmenschen gegenüber? Aber auch zu Dir selbst?

Achtsamkeit ist gerade in Mode und sehr beliebt in vielen Zeitschriften und Artikeln. Was ist Achtsamkeit überhaupt? 

Auf Wikipedia steht: “Achtsamkeit (englisch mindfulness) bezeichnet einen Zustand von Geistesgegenwart, in dem ein Mensch hellwach die gegenwärtige Verfasstheit seiner direkten Umwelt, seines Körpers und seines Gemüts erfährt, ohne von Gedankenströmen, Erinnerungen, Phantasien oder starken Emotionen abgelenkt zu sein, ohne darüber nachzudenken oder diese Wahrnehmungen zu bewerten.”

Ah ja, logisch oder?

Kurz gesagt

Du bist achtsam, wenn Du gedanklich im Hier und Jetzt bist.

Wenn Du mit Deinen Gedanken weder in der Vergangenheit hängst (z.B. weil Du Dich über jemanden ärgerst) noch Luftschlösser in der Zukunft baust (z.B. was muss ich morgen einkaufen). Sondern Du bist hierim Moment, nimmst Deine Umgebung, das Jetzt wahr.

Für viele ist es ungewöhnlich, dass sie ihre Aufmerksamkeit wirklich dem aktuellen Moment schenken! Es ist normal, dass wir mit den Gedanken woanders sind.

Ein zweiter wichtiger Aspekt von Achtsamkeit ist, den Moment nicht zu bewerten

Manchmal sind wir im Ist, ärgern uns aber über etwas und bewerten die Situation. Gut oder schlecht – der Moment darf einfach sein.

Wenn Du Dich an Türchen Nummer 2 und Nummer 4 erinnerst, waren wir schon mehrmals achtsam im Dezember! Sich auf den Atem zu konzentrieren und alle anderen Gedanken wie Wölkchen vorbeiziehen zu lassen, ist auch Achtsamkeit.

Heute haben wir eine besondere Übung für Dich. Wir sind gespannt, wie sie Dir gefällt.

Verschiedene Rosinen auf vier Löffeln - die Rosinenübung
Übung - Notizbuch mit Herz

Die Rosinenübung

  • Hole Dir ein paar Rosinen und eine Serviette. Egal, ob Du Rosinen magst oder nicht.
    Ok, falls Du wirklich allergisch auf Rosinen bist, dann nimm Dir bitte zusätzlich ein anderes Stück Obst oder Ähnliches.
  • Setze Dich an einen ruhigen Ort, wo Du 10 Minuten für Dich sein kannst und Du Dich wohlfühlst. Wichtig ist, dass Du hier nicht an andere Dinge denken musst, damit Du den Moment genießen kannst.
  • Setze Dich bequem hin, beide Füße geerdet am Boden und nimm ein paar tiefe Atemzüge. Die nächsten Minuten gehören ganz Dir und Deiner Rosine.
  • Nimm nun die Rosinen in die Hand und betrachte sie.
  • Entscheide Dich dann für eine Rosine und lege die anderen auf die Serviette. Deine Rosine legst Du in Deine Handfläche.
  • Folge nun den nächsten Schritten und bleibe bei Dir und Deiner Rosine.
  1. Sieh Dir die Rosine genau an
    Wie sieht sie aus? Was siehst Du? Wie viele Risse, Rillen und Einkerbungen hat sie? Wie würdest Du sie einer Freundin beschreiben? Welche Form und Farbe hat die Rosine? Halte sie gegen das Licht. Verändert sie sich dadurch? Betrachte die Rosine ganz genau – aus allen Blickwinkeln.
  2. Berühre die Rosine
    Lege die Rosine in Deine Handfläche und berühre sie mit einem Finger der anderen Hand. Wie fühlt sie sich an? Was ertastet Du? Ist sie weich, hart? Glatt, runzelig? Nimm sie auch zwischen die Finger. Wie fühlt sie sich jetzt an? Lässt sie sich zusammendrücken? Schließe auch die Augen, um die Rosine besser zu fühlen und zu begreifen.
  3. Höre die Rosine
    Führe die Rosine nun an Dein Ohr. Bewege sie zwischen den Fingern. Hörst Du etwas? Was genau hörst Du? Drücke die Rosine ein wenig. Verändert sich das Geräusch? Nun versuche es mit dem anderen Ohr. Macht das einen Unterschied? Was passiert, wenn Du die Augen wieder schließt? Hört sich das anders an?
  4. Rieche die Rosine
    Nun halte die Rosine unter Deine Nase. Riecht sie? Wonach? Verändert sich der Geruch, wenn Du sie ein wenig drückst?
  5. Schmecke die Rosine
    Falls Du wirklich allergisch auf Rosinen bist, dann nimm nun gerne Dein anderes Stück Obst zur Hand. Sonst fahre bitte mit der Rosine fort.
    Lege die Rosine nun auf Deine Zunge und bewege die Rosine im Mund hin und her. Führe sie auch an Deinen Gaumen, an Deine Wangen. Ohne sie zu kauen! Schmecke sie. Fühle sie. Wie schmeckt sie? Was nimmst Du wahr? Wie fühlt sie sich an?
  6. Beiße die Rosine
    Jetzt zerkaust Du die Rosine langsam und genussvoll. Bissen für Bissen, ganz langsam und achtsam. Wie schmeckt die Rosine jetzt? Was nimmst du wahr? Wie fühlt sich das an?
  7. Schlucke die Rosine
    Schlucke die Rosine – oder was von ihr übrig ist – langsam hinunter. Spüre bewusst ihrem Weg durch die Speiseröhre nach. Was fühlst Du? Was nimmst Du wahr? Welcher Nachgeschmack ist in Deinem Mund oder in Deiner Nase?
  8. Die Zeit danach
    Hat sie geschmeckt? Oder nicht? Wie fühlt sich das an? Was bleibt noch, nachdem die Rosine weg ist?
    Bleib noch etwas sitzen und achte darauf, was Du jetzt fühlst. Wie waren diese Minuten für Dich? Wie war die Rosinenübung für Dich? Bist Du gut bei Dir, der Rosine und Deinen Sinneskanälen geblieben? Hast Du unangenehme Gefühle erlebt? Wenn ja welche?

Du kannst die Übung auch mit anderen Lebensmitteln probieren, ganz wonach Du Lust hast. Probiere die Übung öfter aus, um Deine Sinneskanäle zu schärfen und Deine Achtsamkeit – dieses im Hier und Jetzt sein – zu üben.

Vergangenheit ist Geschichte, Zukunft ist Geheimnis und jeder Augenblick ein Geschenk. Ina Deter

Andere gute Gelegenheiten, um ein wenig im Hier und Jetzt zu sein:

  • Fokussiere Dich unter der Dusche auf das warme Wasser und den Duft des Duschgels, nicht auf den Einkaufszettel für später.
  • Konzentriere Dich beim Mittagessen auf den Geschmack des Essens und anstatt über die Aufgaben des Tages nachzudenken.
  • Fühle beim schlafen gehen Deine Bettdecke – ihre Struktur, ihre Weichheit, ihr Gewicht, statt Dich über etwas Vergangenes zu ärgern.

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