Adventkalender

Tür 21 – Schlechtes Gewissen – und jetzt?

Ein schlechtes Gewissen ist der beste Beweis für ein gutes Gedächtnis. – Schwedische Schriftstellerin Selma Lagerlöf

An Dir klammert ein schlechtes Gewissen und Du weißt nicht, wie Du es los wirst? Und das, obwohl Dein Kopf Dich sehr verlässlich an alle Betreuungsaufgaben erinnert und diese quasi in Deinem Kopf wohnen! 

Die Türe einfach zusperren? Hilft nicht. Das schlechte Gewissen ruft aus dem Gedankenraum, in dem die Gedanken an die Betreuungsaufgaben wohnen, und dieses Rufen lässt Dir selbst bei geschlossener Tür keine Ruh.

Lästig. Vor allem, wenn man sich ENDLICH zugestehen kann, dass eine Auszeit einem wirklich gut tun würde. 

Die Behörde anrufen und sich wegen des gestörten Hausfriedens beschweren? Das würde kurzfristig gut tun, geht aber nicht… 

Dich unaufhörlich von dem schlechten Gewissen stören zu lassen, geht aber genauso wenig! Denn wenn es Dir schlecht geht, und Du die Betreuung nicht entspannt angehen kannst, leiden langfristig nicht nur die zu betreuende Person und Dein engerer Personenkreis, sondern vor allem Du! 

Und wenn Du die Arbeit (wir von miazorgo wissen, dass die Betreuung harte Knochenarbeit sein kann!) nicht mehr machen kannst, weil die Erholungsphase viel zu spät eingeplant wird und Deine Energien bereits erschöpft sind, hat niemand etwas davon. Weder Deine Freunde, noch Deine Arbeitgeber, Kollegen oder Deine Familie haben etwas davon, wenn es Dir schlecht geht. 

Besonders leidest aber Du unter dem schlechten Gewissen, das Dich von einer wohlverdienten Pause abhält. 

Schlechtes Gewissen - Frau boxt sich selbst mit Boxhandschuhen
Übung - Notizbuch mit Herz

Gönn Dir eine kurze Pause

Wenn Du das Verlangen nach einer Pause verspürst, schenke Dir die Zeit und beauftrage konkret andere Personen, die Aufgaben zu übernehmen, damit Du gut abschalten kannst.

Die Pause ist in ihrer Dauer ja überschaubar und die Menschen, die die Aufgaben übernehmen sind wahrscheinlich bereits erwachsen. So sollten sie durchaus in der Lage sein, sich bei Problemen zu erkundigen – aber eben einmal nicht bei Dir. 

Diese Abgrenzung während Deiner Erholungszeit ist wichtig, damit auch Dein Gedächtnis weiß, dass es eine geschützte Pause eingehen kann. 

In dieser Zeit können die betrauten Personen kurz alleine oder mit der Unterstützung anderer zurecht kommen, insofern sie auch sonst selbstständig überlebensfähig sind. 

Wenn sie Hilfe brauchen, gibt es Stellen, die bei medizinischen Fragen kontaktiert werden können und viele andere aus dem Umfeld, die sie in der kurzen Zeit unterstützen können. 

Jedes Auto gehört regelmäßig aufgetankt, jedes Mobilgerät aufgeladen, jede Kaffeekanne und jeder Becher neu gefüllt – so ist es auch mit den eigenen Energiereserven, die sich über die Zeit einfach entladen und wieder aufgeladen gehören, damit man voll funktionsfähig ist. 

Für den Raum in Deinem Gedächtnis, in dem die Betreuungsaufgaben sitzen, heißt das: Die beauftragte Person ist anwesend, um sich den Rufen des schlechten Gewissens annehmen zu können. Das musst nicht Du machen, denn Du kannst getrost für eine Weile in die verdiente Pause gehen. So viel Egoismus darf sein, und egoistisch ist es ja eigentlich nicht, weil sich ja weiterhin jemand um die Aufgaben kümmert.

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Zurück zum Adventkalender mit allen Türchen für Dein Wohlbefinden!

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