Adventkalender

Tür 4 – Auch die Pause gehört zur Musik.

Pflege ist Arbeit - Auch die Pause gehört zur Musik - Kerze brennt

Permanent im Hamsterrad, 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, keine Pause.

Das kommt sehr häufig vor. Ganz speziell, wenn man sogar die Doppelbelastung Beruf und Betreuung seiner Liebsten meistert.

Ob Du Dich um Kinder, Eltern oder den/die Lebenspartner*in kümmerst, die Pausen sind meist zu wenig, Du kommst selbst zu kurz.

In Türchen Nummer 2 haben wir ausgeführt, warum Erholung wichtig ist und wie Du Dir eine gedankliche Auszeit durch die Box-Atmung schaffen kannst.

Aber wie verschafft man sich eine kurze physische Auszeit, wenn doch permanent etwas zu tun ist? Das ist vielleicht im Pflege- und Berufsalltag nicht immer so leicht unterzubringen.

Die Geh-Meditation kannst Du gut am Weg durchführen. Egal, ob Du ins Büro gehst oder den Einkauf erledigst. So kannst Du ohne zusätzlichen Zeitaufwand zu Deiner Entspannung beitragen – ein Kurzurlaub für Körper und Geist.

Die Geh-Meditation besteht aus 3 Bausteinen: Gehen, Atmen und Lächeln.

Übung - Notizbuch mit Herz

Die Geh-Meditation

  1. Gehen:
    Gehe ganz natürlich, aufrecht und entspannt, in Deinem Tempo und achte dabei auf das Gehen selbst. Denke an einen schönen Moment und genieße die Erinnerung, atme tief durch die Nase ein und langsam wieder durch die Nase aus – das machst Du 3x.

    Dann beginne langsam, auf das Gehen zu achten. Spüre bewusst, was unter Deinen Füßen ist. Wie fühlt sich das an? Was empfindest Du bei jedem Schritt? Setze ganz bewusst einen Fuß nach dem anderen auf dem Boden auf. Jeder Schritt ist eine Erfahrung für sich.
    Sei ganz achtsam bei Deinem Körper, wo bemerkst Du eine Anspannung beim Gehen, welche Muskeln spürst Du, wie fühlt sich das Abrollen der Ferse, der Fußsohle, der Zehen an. Spürst Du Dein Schuhe oder gehst Du vielleicht barfuß? Stell Dir vor, Du gehst auf Wolken, wie fühlt sich das an?

    Wenn Dich von außen etwas ablenkt, dann bleibe kurz stehen und betrachte den Moment. Konzentriere Dich auf Deine Atmung und bleib bei Dir. Nimm Dir so viel Zeit wie Du brauchst, um wieder ganz auf Deinen Körper und Deinen Atem achten zu können. Dann geh weiter – Schritt für Schritt, Atemzug für Atemzug.
  2. Atmen:
    Wie schon erwähnt, achtest Du neben Deinen Schritten auch auf Deinen Atem. Du atmest ruhig und gleichmäßig. Wenn Du möchtest,
    kannst Du Deine Atmung an Deine Schritte anpassen oder auch nicht. Vielleicht magst Du auch zwei Schritte lang einatmen und 2 Schritte lang ausatmen. Wie auch immer es Dir Spaß macht. Du kannst auch unterschiedliche Kombinationen probieren. Du darfst hier Deinen persönlichen Rhythmus finden. Diese Minuten gehören ganz Dir und Deinem Gehen. Atme, wie es Dir gut tut und beobachte Deinen Atem dabei.
  3. Lächeln:
    Lachen ist gesund, das wissen wir! Oft ist es aber leichter gesagt als getan, auch das wissen wir. Das bloße nach oben Ziehen der Mundwinkel löst oft schon positive Gefühle aus. Versuche während der Geh-Meditation zu Lächeln, ziehe Deine Mundwinkel bewusst nach oben. Lächle die Sonne an, die Bäume, die Häuser, die Vögel, die Menschen, Deinen Atem, Deine Füße, Deinen Körper.

Du kannst bei der Geh-Meditation nichts falsch machen. Falls es sich komisch anfühlt, konzentriere Dich auf Deinen Atem.

Probiere es ruhig weiter, mit der Zeit bekommst Du Sicherheit und Übung und wirst Deine Wege gehend, atmend und lächelnd genießen.

Wir wünschen Dir viel Spaß beim täglichen Üben der Kurzauszeiten.

Je häufiger Du trainierst, umso einfacher wird es Dir fallen. 

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