Adventkalender

Tür 23 – Glück ist die Summe schöner Momente

Das Wunder, wenn man es erlebt, ist nie vollkommen. Erst die Erinnerung macht es dazu. Erich Maria Remarque - 4 Kerzen brennen, Geschenke

Wenn wir Dich ganz spontan fragen:

  • Was hast Du heute schon Schönes erlebt? 
  • Worüber hast Du Dich gefreut? 
  • Was hat Dir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert? 
  • Wo warst Du erfolgreich?

Fällt Dir da etwas ein oder musst Du mal ein paar Minuten nachdenken?

Falls es etwas dauert, musst Du nicht beunruhigt sein. Das ist völlig normal. Denn unser Gehirn ist auf Bedrohungen und Gefahren gepolt und sieht einfach Probleme schneller und leichter als Erfolge. Das war auch lange Zeit hilfreich! Es war wichtig den Säbelzahntiger oder die Giftschlange rasch zu erkennen. Unser Gehirn ist eine “Überleben-Sicherungsmaschine” und kein “Immer-gute-Laune-Organ”.

Wir können unserem Gehirn aber helfen. Indem wir bewusst unsere Aufmerksamkeit auf die schönen Dinge des Lebens richten. Die Erfolge feiern und Glücksmomente auskosten. Und diese Momente auch schriftlich festhalten.

Wie das geht? Darum geht es in der heutigen Übung.

Übung - Notizbuch mit Herz

Das Tagebuch der schönen Momente

Du hast ja schon das Dankbarkeitstagebuch kennengelernt. Schreibst Du schon jeden Tag in der Früh fünf Minuten lang auf, wofür Du dankbar bist? Lernt Dein Unterbewusstsein langsam, dass es Momente der Dankbarkeit wahrnehmen darf?

Wir erweitern diese Übung nun. 

Nimm Dir ab heute Abend ein paar Minuten Zeit. Kurz vorm Schlafengehen – entweder schon im Bett, bevor Du das Licht abdrehst oder bei einem abendlichen Tee oder Gläschen eines Getränks Deiner Wahl. Ein paar Minuten, wo Du in Ruhe etwas Zeit für Dich hast.

Nimm Dir wieder ein Blatt Papier oder Dein Notizbuch und lasse den Tag Revue passieren.

Glaskugel in der Hand mit Sonnenuntergang am Wasser - Schöne Momente - auch im Pflegealltag

Reflektiere über folgende Fragen:

  • Was habe ich heute Schönes erlebt? 
  • Was waren die 3 schönsten Momente des heutigen Tages?
  • Wo war ich heute kurz glücklich?
  • Was hat mich heute glücklich gemacht?
  • Wann habe ich über etwas gelacht?
  • Habe ich eine lustige, schöne Geschichte gehört?
  • Wo ist mir etwas gut gelungen?
  • Wann war ich erfolgreich?
  • Was habe ich heute gut gemacht?

Schreibe Dir die 3 Dinge auf, die Dir spontan einfallen. 

Das dürfen auch Kleinigkeiten sein und es gibt kein richtig oder falsch dabei! Es müssen auch keine Momente mit einer riesigen Bedeutung sein. Nicht täglich passieren ganz große Hollywood-würdige Glücksmomente. Du entscheidest für Dich, was ein schöner Moment ist.

Man kann das “Tagebuch der schönen Momente” auch Glückstagebuch oder Erfolgstagebuch nennen. Hauptsache Du sammelst die Momente, die Dich positiv stimmen! 

Wir richten den Scheinwerfer unseres Lebens bewusst auf das Positive. Nicht auf das, was nervt, schwer fällt oder üble Laune macht. Wir setzen ganz gezielt die schönen Momente in den Mittelpunkt. Du darfst Dir das erlauben!

Bäume im Wald mit Sonnenstrahlen - Scheinwerfer auf schöne Momente - auch in der Pflege

Martin Seligmann, Begründer der positiven Psychologie, hat in Studien festgestellt, dass Menschen, die regelmäßig ein Glückstagebuch führen, sich signifikant wohler fühlen und glücklicher sind.

Immer wenn es Dir nun einmal nicht so gut geht, Du Dich vielleicht frustriert, ausgelaugt, gestresst, schlecht gelaunt fühlst. Dann nimm Dir Dein Tagebuch her und führe Dir vor Augen, wie viele schöne Dinge Du schon erlebt hast, was Dir alles schon gelungen ist. Blättere durch Deine Erfolge und lies Deine Glücksmomente nach.

Mache Dir bewusst, dass es sehr oft nur ein aktueller Zeitpunkt ist, an dem etwas nicht so klappt, wie Du es möchtest oder wo etwas nicht so gut läuft. Es ist nur ein Punkt in Deiner Geschichte. Es waren schon viele gute Erlebnisse in Deinem Leben und es dürfen auch noch viele weitere kommen. Wenn Du es schaffst, den negativen Ereignissen weniger Macht zu geben, diese Mücken nicht zu Elefanten zu machen, dann wirst Du merken, dass Dein Gehirn beginnt, sich auf die schönen und positiven Dinge zu konzentrieren. Denn es weiß ja, dass Du es am Abend fragen wirst: “Liebes Gehirn, was ist mir heute Schönes passiert. Was habe ich heute gut gemacht.”

Und wenn Du am nächsten Morgen Dein Dankbarkeitstagebuch befüllst, darfst Du auch dankbar für diese schönen Momente sein. Das verdoppelt die Wirkung dieser “Erinnerungsminuten” sogar!

Wir wünschen Dir viel Spaß mit Deinen schönen Momenten. Es gibt sie, Du musst nur gut hinsehen!

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